Ilse Fetik: „Echte Gleichstellung beginnt mit der Sprache“

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Wenn schon eine Generalklausel, dann bitte die weibliche Form

„Ein Vorschlag ist nichts anderes als die Grundlage für eine Diskussion, die im konkreten Fall ohnehin kein anderes Ergebnis bringen wird, als dass er nicht umgesetzt wird“, kommentiert Ilse Fetik, Frauenvorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) den Vorstoß des österreichischen Normungsinstituts Austrian Standards zu geschlechtergerechter Sprache, indem weibliche Formen durch Generalklauseln ersetzt werden sollen.

„Ohne den Müttern und Vätern dieses Gedankens zu nahe treten zu wollen: diese Idee mutet schon ein bisschen seltsam an in einer Welt, in der es sich alle vernünftigen Kräfte zum Ziel setzen, für echte Gleichstellung zu sorgen, und die beginnt nun einmal bei der Sprache“, so Fetik: „In Österreich leben mehr Frauen als Männer, jede Studie bestätigt, dass Frauen mittlerweile besser qualifiziert sind als Männer und wenn man unentgeltliche Arbeit wie Kinderbetreuung und Pflege inkludiert, dann arbeiten sie auch mehr. Abgesehen davon, dass ich keinen Handlungsbedarf sehe: Wenn schon eine Generalklausel in der Sprache gefordert wird, dann sollte es also die weibliche sein!“

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